SCHUTZ UND SICHERHEIT

Abwehrsysteme gegen Drohnen

Mit dem vermehrten Vorkommen von Hobby-Drohnen nehmen auch die nicht autorisierten Flüge von Drohnen zu

Abwehrsysteme gegen Drohnen (Drohnen Abwehrsysteme) werden immer gefragter, die Sicherheit soll schließlich nicht leiden.

Drohnen werden – vor allem in Städten und Siedlungen – zu einem wahrhaftigen Problem der Privatsphäre. Aufgrund dessen diskutiert man den Einsatz der Abwehrsysteme gegen Drohnen. Wie diese funktionieren und ob sie effektiv zur Sicherung der Privatsphäre beitragen, ist der breiten Bevölkerung noch unklar.

Wo es an Abwehrsystemen fehlt

Bei der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft in Österreichs Bundeshauptstadt kamen bereits Drohnen Abwehrsysteme für die Überwachung des Luftraums zum Einsatz. Wie das Handelsblatt berichtet, war die Veranstaltung sogar außergewöhnlich gut geschützt. Mithilfe des sogenannten „Drone-Trackers“ des Herstellers „Dedrone“ ist das Aufspüren eines jeden Fluggeräts möglich und so kann man Großveranstaltungen absichern und die Besucher besser schützen.  Besonders heiß ist die Diskussion über Drohnen bei Fußballspielen. Erst 2014 hat eine Drohne mit einer albanischen Flagge ausgereicht, um die Fanlager aufeinander aufzuhetzen, sodass das Spiel abgebrochen werden musste.

Mit jedem Jahr vergrößert sich die Drohnen-Community und somit auch ihre Nutzer. Statista.com zufolge, verkauften sich alleine im Jahr 2014 mehr als 450.000 Drohnen. Die Flugsicherung hat schon seit Längerem Bedenken, was das Thema (Hobby-) Drohnen anbelangt. Neben Großveranstaltungen müssen Flughäfen, Gefängnisse und größere Betriebsgelände unbedingt sicher vor einfliegenden Drohnen gemacht werden. Schon öfter kam es zu Störungen auf Flughäfen, weil eine nicht-autorisierte Drohne den Betrieb – zum Glück nur – störte.

Funktionsweise der Abwehrsysteme gegen Drohnen

Der Augsburger Allgemeinen zufolge, hat die Elektronik des Abwehrsystems Sender und Drohne angepeilt und lokalisiert, bevor das Fluggerät überhaupt starten kann. Sicherheitskräfte können so Abwehrmaßnahmen einleiten, den Drohnen-Piloten suchen und finden oder die Drohne per Fernsteuerung gezielt stören und zur Landung zwingen.

Es gibt jedoch Drohnen, deren Flugbahn vorab anhand von GPS-Daten programmierbar ist. Für solche Fälle bieten die Abwehrsysteme ebenfalls eine Lösung. Die Radarüberwachung erkennt in automatischer Zusammenarbeit mit anderen Systemen, um was es sich beim georteten Flugobjekt handelt. Vögel, Papierfetzen, Blätter – alles ist deutlich erkennbar und unterscheidbar. Wird das Objekt als Drohne deklariert, kommt es zur Unterbrechung der Kommunikation zwischen Gerät und Steuerung und es kommt zu einer Landung. Die Drohne wird also nicht abgeschossen oder eingefangen, es kommt lediglich zu einer Störung des Signals zwischen Gerät und Besitzer. Weiters heißt es: „Die Systeme des Unternehmens müssen […] mit staatlichen und privaten Sicherheitskomponenten kompatibel sein“, damit die Polizei und andere Einsatzkräfte weiter kommunizieren können. Sämtliche Funkverbindung lahm zu legen wäre fatal.

Drogen-Schmuggel per Drohne

Immer wieder kommt es zu Versuchen von Drohnen-Schmuggel in Gefängnisse. Wie futurezone.at berichtet, sind bereits 2016 zwei Männer verhaftet worden, weil sie Heroin, Haschisch und Mobiltelefone in ein Gefängnis schmuggeln wollten. Was sich zunächst lustig anhört, birgt jedoch sehr viele Gefahren für die Sicherheit des Gefängnis-Personals und dessen Insassen. Schließlich sind Drohnen ebenso dazu fähig, Waffen oder Gift in solche Institutionen zu bringen. Zum Schutz aller Personen muss sich auch hier einiges verändern.

Anderwärtige Möglichkeiten, Fluggeräte vom Himmel zu holen

Drohnen können auf unterschiedliche Weisen vom Himmel geholt werden. Falls geläufige Abwehrsysteme gegen Drohnen nicht helfen, kann Folgendes eingesetzt werden: Die SkyWall.

Die Skywall sichert die Drohne, ohne sie zu zerstören. Nachdem das Netz sie eingefangen hat, bringt ein Fallschirm das kleine Fluggerät langsam zu Boden. Jemand, der eine fremde Drohne vom Himmel schießt oder sie auf eine andere Weise mutwillig zerstört, lauft Gefahr eine Anzeige wegen Sachbeschädigung zu bekommen. „Mit einer Nachladezeit von acht Sekunden hat der Schütze dann auch durchaus die Möglichkeit, mehrere Drohnen hintereinander aus dem Verkehr zu ziehen“ so Vice. Weiters heißt es, dass man kein großes Waffentalent besitzen muss, da das Abschussgerät mithilfe eines Lasers die Entfernung zur Drohne selbstständig misst.

Ein Kontrollzentrum für Drohnen

Laut der netzwoche.ch ist bis 2021 die Erstellung eines globalen Systems zur Vermeidung von Kollisionen mit Drohnen geplant. Das Start-Up Onesky führt schon regionale Tests in der Schweiz durch. Aufgestellte Türme fangen Identifikationsmerkmale von Flugzeugen auf, diese Daten werden anschließend zum Interface der Drohne weitergeleitet. Die Drohne ist somit über potentielle Flugobjekte informiert. Im Mittelpunkt steht daher das Wissen über die Flugzeuge, nicht wie bei anderen Unternehmen, jenes der Drohne. Das System von Onesky, basierend auf die „Informations-Türme“ schreitet bei Annäherung eines Flugzeuges in die Steuerung der Drohne ein. Es „warnt“ das unbemannte Flugobjekt oder gibt die Anweisung, sich vollautomatisch aus der Gefahrenzone zu bewegen.

Fest steht, dass nicht nur die Technik rund um Drohnen in den Kinderschuhen steckt. Sondern auch jene, die sich mit Abwehrsysteme gegen Drohnen beschäftigt. Viele Unternehmen sind jedoch am Puls der Zeit und tüfteln eifrig, damit wichtige Orte, wie etwa Flughäfen, Gefängnisse und auch Großveranstaltungen, frei von nicht autorisierten Drohnen bleiben. Es darf nicht vergessen werden, dass Drohnen im Einsatz für Schutz und Sicherheit von unheimlichen Wert sind und mehr Positives zur Gesellschaft beitragen als sie dieser schaden.

Studentin in Wien, aus Oberösterreich. Interessiert an allerlei Medien, Fotografie, Geschichte, Ornithologie und guten Frühstücksmöglichkeiten.

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