SCHUTZ UND SICHERHEIT

Amazon testet System für Verkehrssicherheit von Drohnen

Verkehrssicherheit für Drohnen Kollision Amazon

Die wachsende Anzahl an Drohnen lässt auch die Gefahr von Drohnen-Kollisionen steigen. Immer mehr Unternehmen arbeiten deswegen an innovativen Ideen, um genau das zu verhindern. Darunter auch Online-Gigant Amazon, der an einem Verkehrssicherheitssystem für Drohnen arbeitet.

Die Bemühungen sind natürlich nicht uneigennützig. Amazon entwickelt für eine Zukunft, in der man der weltweit größte Drohnen-Zusteller sein wird.

Vollständig autonomes Verkehrskontrollsystem für Drohnen in Entwicklung

Der wichtigste Aspekt: das Verkehrskontrollsystem für Drohnen soll vollständig autonom funktionieren soll. Mit anderen Worten: entgegen dem aktuellen Verkehrskontrollsystem bei Flugzeugen, welches gut bezahlte, aufmerksame Mitarbeiter in den Towern erfordert, werden die Drohnen ohne menschliche Aufsicht kommunizieren und sich koordinieren.

Was sich nach einer effizienten und leistbaren Verwaltung anhört, hat natürlich vor allem technische Tücken und stellt die Entwickler vor große Herausforderungen. Eine komplexe Kombination aus automatischen Funktionen innerhalb und außerhalb der Drohne sollen für einen sicheren und verlässlichen Flugbetrieb sorgen.

Sicherheit von Menschen hat oberste Priorität

Die von diesem System erfassten Drohnen sollen aus Sicherheitsgründen nur in geringer Höhe fliegen. Dies soll vor allem helfen, mögliche Risiken einer Kollision mit Flugzeugen von Anfang an zu verhindern. Konkret nennt Amazon auf seinem Blogpost eine Höhe von weniger als 400 Fuß (ca. 130 Meter).

Auch der zuständige Manager bei Amazon, Bob Roth, betont, dass die menschliche Sicherheit das oberste Prinzip in der Konzeptionierung aller Elemente des Systems sei: „Der Schutz der Menschen am Boden und in der Luft ist das Wichtigste. Mit diesem Leitgedanken entwickeln wir dieses Verkehrskontrollsystem für Drohnen.“

Ähnlich wie Telefonate zwischen unterschiedlichen Handynetzen

Um die Notwendigkeit eines solchen Systems zu veranschaulichen, vergleicht Amazon die Vielzahl unterschiedlicher Drohnenstandards mit den diversen Handynetzen eines Landes. Egal, bei welchem Mobilnetzanbieter man seinen Handyvertrag auch hat: man kann einfach von Handy zu Handy kommunizieren.

Ein gemeinsamer Standard macht es möglich. Genau so einfach sollen in Zukunft auch mehrere Drohnen, die sich in unmittelbarer Nähe befinden, miteinander kommunizieren können. Egal ob Liefer-Drohne, Videodrohne oder Aufklärungsdrohne – gemeinsame Kommunikation über ein einheitliches Verkehrskontrollsystem bietet Sicherheit und Effizienz für alle Beteiligten.

Drohnen-Kollisionen ein vielfach unterschätztes Problem

Amazon nimmt sich damit einer Thematik an, über die wir ebenfalls bereits mehrfach berichtet haben. Die Gefahr von Drohnen-Kollisionen ist real. Zwar ist die größte Gefahr natürlich die Kollision einer Drohne mit einem Passagierflugzeug, da leider immer wieder Drohnen bei Flughäfen in Betrieb genommen werden.

Doch auch eine Gefahr von Drohnen-Kollisionen zwischen mehreren Drohnen ist rechtzeitig zu entschärfen. Nämlich bevor unser Himmel immer dichter von Drohnen beflogen wird. Fraglich ist natürlich, ob sich Amazons System hier durchsetzen wird. Allerdings ist Amazon in dem Projekt nicht alleine am Werk, sondern arbeitet mit der NASA und Single European Sky ATM Research (SESAR) zusammen.

Christian Brandstötter MMSc ist freiberuflicher Autor und Blogger aus Niederösterreich. Wenn er nicht über spannende neue Anwendungsfälle von Drohnen berichtet, schreibt er über Blockchain-Technologie, digitale Vermögenswerte und innovative Software.

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