ALLGEMEINES

Autonome Drohnen: Steirisches Start-up entwickelt Drohnen-Software

autonome Drohnen-Software

Autonome Drohnen sind ein Wunderwerk moderner Technik. Maßgeschneiderte Software, künstliche Intelligenz und Sensoren machen ihren selbststeuernden Flugeinsatz erst möglich. Dabei mischt auch ein Start-up aus der Steiermark mit. Das in Graz beheimatete Team von Dimetor entwickelt eine Drohnen-Software speziell für autonom durchgeführte Flüge.

Die ersten Prototypen testet man allerdings nicht in Österreich, sondern mit interessierten Kunden aus den USA.

Software für autonome Drohnen-Flüge

Solange Piloten ihre Drohnen per Joystick steuern, ist der Bedarf für Drohnen-Software eher gering. Wenn Drohnen allerdings (teil-)autonom außerhalb des Sichtfeldes ihres Besitzers fliegen, dann steigen die Ansprüche an die Kommunikation mit der Drohne enorm.

Genau an diesem Anwendungsfall setzt das steirische Start-up Dimetor mit seiner Softwarelösung an. Wie Thomas Neubauer, Geschäftsführer von Dimetor in einem Interview mit der futurezone erzählt, ist ein essenzieller Aspekt bei autonomer Drohnen-Steuerung, dass durchgehende Konnektivität durch Mobilfunk-Signale sichergestellt sein muss.

Denn nur dann kann man Drohnen zu jeder Zeit kontrolliert und sicher steuern. Ist das hingegen nicht der Fall, kann es zu gefährlichen Zwischenfällen kommen.

Geplante Flugrouten müssen von Flugsicherung überprüft und freigegeben werden

Ein weiterer wichtiger Aspekt, so erzählt Neubauer, ist es, die geplanten Flugrouten und Daten darüber im Vorfeld der Flugsicherung zur Verfügung zu stellen.

Die Flugsicherung hat die Aufgabe, diese geplanten Routen zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie im Einklang mit den Routen von Hubschraubern und Flugzeugen („bemannten Flugobjekten“) sind. An sich muss jeder Flug einer autonomen Drohne von der Flugsicherung vorab genehmigt werden.

Zahlreiche Anwendungsfälle für autonome Drohnen

Dass autonome Drohnen eine Fülle von Einsatzbereichen bieten ist allseits bekannt. Wie wir auf unserem Blog regelmäßig berichten, testet man weltweit bereits zahlreiche spannende Anwendungsfälle für Drohnen mit automatischer Steuerung. So etwa die Stromnetzwartung, aber auch die Drohnenüberwachung in Gebäuden.

Dies umfasst etwa die Landwirtschaft, wo wertvolle Anbau- und Erntedaten gesammelt werden können. Im Bereich des Search and Rescue können Hilfseinsätze unterstützt und Leben gerettet werden. Auch in der Logistik erhoffen sich Unternehmen große Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungspotenziale durch die Nutzung autonomer Drohnen.

Großes internationales Marktpotenzial für die Drohnen-Software aus Graz

Somit besteht auch für Dimetor großes internationales Marktpotenzial. Auf die Frage, mit welchem Geschäftsmodell das Unternehmen seine Leistung monetarisiere, erzählt man der futurezone, dass dies auf der Bereitstellung von Daten basiere.

Die Software des Unternehmens trägt den Namen „AirborneRF“ und kann während eines Drohnenfluges kalkulieren, wie eine Drohne fliegen muss, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten und alle vor Ort gültigen Bestimmungen und Verbotszonen einzuhalten. Dabei berücksichtigt man auch die Konnektivität des Mobilfunknetzes – eine Voraussetzung sicherer Drohnensteuerung.

Diese Daten, welche alle Unternehmen benötigen, die autonome Drohnenflüge durchführen wollen, macht Dimetor seinen Kunden gegen eine entsprechende Gebühr zugänglich.

Machbarkeitstests und ein erster Kunde in Übersee

Nicht nur in der Softwareentwicklung, sondern auch am Markteintritt feilt man fleißig. Weil ein solch innovativer Anwendungsfall natürlich viel Testen benötigt, führt man momentan sowohl in Asien, Europa und in Amerika noch einzelne Machbarkeitsstudien durch.

Einem ersten Kunden, den man in den USA gewinnen konnte, sollen auch in Europa und weltweit bald viele weitere folgen. Wir von Drohnen360 gratulieren dem Start-up zu seiner Entwicklung und wünschen für die Zukunft viel Erfolg.

Christian Brandstötter MMSc ist freiberuflicher Autor und Blogger aus Niederösterreich. Wenn er nicht über spannende neue Anwendungsfälle von Drohnen berichtet, schreibt er über Blockchain-Technologie, digitale Vermögenswerte und innovative Software.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

 

Passwort vergessen