LOGISTIK

Deutscher Hersteller testet Transport Drohne im Werksverkehr

Transport Drohne im Werksverkehr

Ersatzteile, kleine Komponenten, Sensoren: auf großen Werksgeländen müssen öfters Transportstrecken erledigt werden, um benötigte Teile von A nach B zu bringen. Das kann wertvolle Zeit kosten. Können Drohnen hier Abhilfe schaffen? In Deutschland hat der Teile-Hersteller ZF jetzt eine Transport Drohne im Werksverkehr in Einsatz genommen.

Als erstes Unternehmen in Deutschland überhaupt hat man die behördliche Genehmigung für dauerhaften Betrieb erhalten.

Deutscher Autozulieferer mit großem Werksgelände

Bei dem Unternehmen ZF handelt es sich um den weltweit zweitgrößten Autozulieferer mit Sitz in deutschen Friedrichshafen. Auf dem mehr als 100.000m² großen Werksgelände stellt man Autoteile für deutsche Autobauer her.

Wenn etwa Ersatzteile, Komponenten oder Sensoren fehlten, setzte man bisher auf das Auto. Weil die Kurzstrecken so immer Personaleinsatz erforderten, wollte man dies durch Drohnen ersetzen.

Ein erster Testbetrieb hat sich als vorteilhaft erwiesen. Um dauerhaft auf die Drohne im Werksverkehr zu zählen, hat man eine Genehmigung beantragt. Diese haben die regionalen Behörden in Stuttgart sowie die Deutsche Flugsicherung (DFS) nun erteilt. Damit ist ZF das erste Unternehmen in Deutschland mit der dauerhaften Befugnis zum Einsatz einer automatisch fliegenden Drohne.

Transport Drohne in Werksverkehr mit sechs Motoren unterwegs

Dabei setzt man auf jede Menge Motorkraft, um möglichst viel Güter pro Transport tragen zu können. Die Transport Drohne verfügt aber gleich sechs Motoren, die eine schnelle Lieferung am Werksgelände zu lassen.

Insgesamt kann die Drohne im Werksverkehr so 5,5 kg Last tragen. Allerdings entfallen 2kg davon bereits auf die befestigten Kreisarme und Transportbox.

Wiederaufladbare Batterien mit 40 Minuten Laufzeit

Auch die Flugleistung des kleinen Transporthelfers ist beachtlich. Die Drohne ist mit wiederaufladbaren Batterien ausgestattet. So kann sie zwischen 30-40 Minuten Flugzeit mit einer einzigen Ladung schaffen.

Somit sind in etwa 3-4 Transportflüge innerhalb des Werksgeländes möglich, ohne neu laden zu müssen. Zusätzlich ist ein Ersatzakku eingebaut, der gegen plötzlichen Ausfall schützt.

Um mögliche Gefährdung von Mitarbeitern auszuschließen ist die Drohne programmiert, Straßen, Gehsteig und Gehwege zu vermeiden. Der Flug geht also primär von Werkstatt zur Werkstatt.

Unternehmen sieht Beschleunigung der Produktion

Bei ZF zeigt man sich über die Genehmigung erfreut. Fredrik Staedtler, Leiter der zuständigen Werksdivision, spricht von einem „neuen Level der Transportkette“.

So würde die Drohne die werksinternen Logistikprozesse beschleunigen und die technische Innovationsstellung des Betriebs ebenfalls fördern.

Auch Škoda nutzt Drohnen zur Inventur

Der Einsatz von Drohnen in Werksverkehr zeigt, dass sich Drohnen in der Logistik bewähren. Auch der tschechische Autohersteller Škoda setzt bereits auf See. Hier nutzt man allerdings Drohnen zur Inventur im Außenbereich der Werksanlagen.

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