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Drohnen in Deutschland – Die zu beachtende Rechtsgrundlage

Die Anzahl an Drohnen in Deutschland nimmt immer weiter zu. Leider wissen nur die Wenigsten mit welchen Rechten und Pflichten der Betrieb verbunden ist.

Mit welchen Rechten und Pflichten der Betrieb von Drohnen in Deutschland verbunden sind, erfährt ihr im Artikel.

Auch in Deutschland gibt es wie in der Schweiz und in Österreich Vorschriften, welche von den Betreibern von Drohnen beachtet und eingehalten werden müssen. Ob man eine Aufstiegserlaubnis benötigt oder nicht, ob eine Versicherung überhaupt notwendig ist und was es sonst noch zu beachten gilt, findet ihr im folgenden Artikel.

Die Haftpflichtversicherung

Der Einsatz von Drohnen ist in Deutschland prinzipiell immer Versicherungspflichtig, egal ob man nur zum Spaß oder mit kommerzieller Absicht fliegt. Oft sind diese Flüge von der privaten Haftpflichtversicherung nicht gedeckt, weshalb eine spezielle Versicherung abgeschlossen werden muss.

Fluggebiets-Einschränkungen seitens der Versicherung

Je nach Versicherung kann eine Beschränkung auf Modellflugplätze vorliegen oder nicht. Dies ist hauptsächlich bei Versicherungen durch Modellflugverbände der Fall, während es bei anderen Versicherern keine konkreten Einschränkungen seitens der Versicherung gibt.

Die Kennzeichnungspflicht

Wiegt ein Modell über 250 Gramm, ist dieses in Deutschland mit einer Plakette zu kennzeichnen. Auf dieser müssen der Name und die Adresse des Halters stehen und sie muss feuerfest sein, weshalb gewöhnliche Aufkleber nicht ausreichen. Die Kennzeichnungspflicht tritt am 01.10.2017 in Kraft (Thüringen).

Das Mindestalter

Für die Nutzung von Modellen mit einem Gewicht unter 2kg gibt es kein Mindestalter. Für Modelle, welche schwerer als 2kg sind, wird jedoch ein Kenntnisnachweis benötigt. Je nach Art des Nachweises sind verschiedene Mindestalter vorgeschrieben.

Der Kenntnisnachweis

Die Luftverkehrsordnung (LuftVO) fordert von den Steuerern unbemannter Fluggeräte (Drohnen und Modellflugzeugen), die eine Startmasse über 2 kg haben, dass diese Kenntnisse in:

– der Anwendung und Navigation dieser Fluggeräte

– der einschlägigen luftrechtlichen Grundlagen und

– der örtlichen Luftraumstruktur nachweisen.

Diese Kenntnisse können durch eines der drei folgenden Dokumente nachgewiesen werden:

  1. gültige Erlaubnis als Luftfahrzeugführer (Pilotenlizenz)
  2. Bescheinigung über eine bestandene Prüfung von einer vom Luftfahrt-Bundesamt dafür anerkannten Stelle (Mindestalter: 16 Jahre)
  3. Bescheinigung über eine erfolgte Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband oder einen von ihm beauftragten Verein (nur gültig für die Sport- und Freizeitgestaltung) (Mindestalter: 14 Jahre)

Der Einsatz von Videobrillen

In Deutschland ist die Verwendung von Videobrillen erlaubt, wenn:

  • der Flug bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfindet und das Gerät nicht schwerer als 0,25 kg ist.
  • sich die Drohne in der Sichtweite einer anderen Person befindet, welche in der Lage ist, den Steuerer auf Gefahren aufmerksam zu machen. Dies gilt als Betrieb innerhalb der Sichtweite des Steuerers.

In Deutschland grundsätzlich verboten sind…

…der Betrieb über oder in der Nähe (100m) von sensiblen Bereichen wie Einsatzorten von Polizei und Rettung, Menschenansammlungen, Hauptverkehrswegen und An- und Abflugbereichen von Flugplätzen. Das selbe gilt für Naturschutzgebiete, Industrieanlagen und Verfassungsorgane, Bundes- und Landesbehörden und Krankenhäuser.

…der Betrieb über Wohngrundstücken, wenn das Gewicht des Modells 250 Gramm überschreitet, oder es in der Lage ist optische, akustische und Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Eine Ausnahme gilt, wenn der in seinen Rechten Betroffene dem Überflug ausdrücklich zustimmt.

…die Behinderung und Gefährdung anderer verboten, und es besteht gegenüber bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen stets Ausweichpflicht.

Erlaubnispflichtig ist…

…der Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen über 5kg oder ab einer Flughöhe über 100m oder der Betrieb bei Nacht. Eine Erlaubnis erhält man von der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde.

Das generelle Verbot für den Betrieb von Modellen außerhalb der Sichtweite des Piloten wurde aufgehoben. Landesluftfahrtbehörden können dies künftig für Geräte ab 5 kg erlauben.

Allgemeine Notiz

Die Informationen stammen aus der neuen Drohnen Verordnung des BMVI durch Minister Dobrindt, aber können unter den unterschiedlichen Bundesländern leicht variieren. Deswegen ist es ratsam, sich vor einem Flug bei der zuständigen Landesluftfahrtbehörde über die exakten Bestimmungen zu erkundigen.

Der Weg zur Bewilligung

Welche Unterlagen jemand für die Ausstellung einer Bewilligung vorlegen muss, soll man ebenfalls bei der jeweiligen Behörde erfragen:

Baden-Württemberg Berlin Brandenburg
Bremen  Darmstadt Düsseldorf
Hamburg Kassel Mecklenburg-Vorpommern
Mittelfranken-Luftamt Nord  Münster Niedersachsen
Oberbayern-Luftamt Süd Rheinland-Pfalz Saarland
Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein
Thüringen    

Die Informationen stammen von der Website des BMVI und der Website der DFS. Stand: Juni 2017. Alle Angaben ohne Gewähr.

Strafmaß bei Verstößen

Je nach schwere des Vergehens bewegt sich die Strafe zwischen reiner Geldbuße und Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren.

Oberösterreichischer Schüler, Freeskier, Paragleiter, Photo- und Videographer, Kletterer und natürlich auch Drohnen-Pilot. :D

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