SCHUTZ UND SICHERHEIT

Drohne mit Bodenradar entdeckt 76 Jahre-lang verschollenes Kriegsflugzeug

Drohne mit Bodenradar entdeckt Flugzeug

Am 15. Juli 1942 geraten 6 P-38 Lightning Kampfflugzeuge und 2 B-17 Flying Fortress Bomber über Grönland in einen Schneesturm. Sie müssen notlanden und gelten lange Zeit als verschollen. Eine Drohne mit Bodenradar hat nun – 76 Jahre später – einen der P-38-Flieger erfolgreich im arktischen Eis wieder aufgespürt.

Fliegerstaffel zum Kampfeinsatz auf britischen Inseln unterwegs

Die insgesamt 8 Flugzeuge, die in Form einer Staffel unterwegs waren, sollten der Kampfeinsatz der Alliierten auf den britischen Inseln unterstützen. Dort kam man allerdings nie an, denn am Weg kam es zu dem ereignishaften Schneesturm und erzwungener Notlandung.

Alle Flieger konnten erfolgreich auf dem Eis aufsetzen. 9 Tage später konnten alle Crew-Mitglieder schließlich von Rettungskräften geborgen werden. Die Flugzeuge allerdings ließ man damals zurück und überließ sie somit dem „ewigen Eis“ Grönlands – bis jetzt.

Team kehrt mit Drohne mit Bodenradar zu vermutetem Standort zurück

Nun hat die NGO Arctic Hot Point Solutions eine neue Suchaktion gestartet. Und tatsächlich: man fand eine der P-38 des Lost Squadron entdeckt. Die ersten Hinweise auf das Flugzeug entdeckte man erstmals 2011, als das Team das Gebiet mit Radar nach Objekten unter dem Eis durchkämmt wurde. Anfang dieses Jahres kehrte das Team zurück und setzte eine Drohne mit Bodenradar (Ground-Penetrating Radar – GPR) ein, um effizienter nach den vergrabenen Kriegsfliegern zu suchen.

Dann brachte man eine spezielle Technologie zum Einsatz um sicherzustellen, dass es sich bei dem Objekt tatsächlich um die P-38 handelte. Eine von einem Heißluftwaschsystem angetriebene Hitzesonde tunnelte hierfür durch das Eis. So versuchte man, durch das Eis zu bohren. Als die Hitzesonde wieder hochkam hatte das Team Grund zur Freude. Die Hitzesonde war in 5606 Hydraulikflüssigkeit getränkt – ein klares Zeichen dafür, dass es sich um eine der verschollenen P-38 handelte.

Bergung soll kommenden Sommer stattfinden

Noch wird das Wrack der P-38 allerdings im arktischen Eis verbleiben. Erst nächstes Jahr, sprich im Sommer 2019 möchte ein Team mit Unterstützung der Regierungen Grönlands, Großbritanniens und der USA das Flugzeug bergen.

Dabei wird vorsichtig und bedacht vorgegangen. Das Team wird große Heizplatten verwenden, um einen Tunnel zum Flugzeug zu bohren, und dann Arbeiter hinunter schicken, um mit heißen Wasserstrahlen eine Höhle um das Flugzeug herum auszugraben. Dann wird man die P-38 zerlegen und Stück für Stück hochschicken.

Und die Suche geht weiter…

Ermutigt durch den beeindruckenden Fund wird die Suche noch weitergehen. Denn das Team möchte nun auch die fehlenden 6 Flieger (eine P-38 hat man bereits 1992 entdeckt) noch aufspüren. Von der Drohne mit Bodenradar erhofft man sich auch Hinweise für den Verbleib dieser Wracks.

Nur knapp 30km von der Fundstelle der P-38 entfernt in Koge Bay in Grönland suchen Forscher nach ihrem primären Ziel. Ein verschollener Flieger des Typs „Grumman J2F“, in denen man auch noch die 3 Überreste der Besatzungsmitglieder vermutet.

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