SCHUTZ UND SICHERHEIT

Drohne schützt Nashörner in Südafrika

Drohne schützt Nashörner

Weiße und schwarze Nashörner gehören in Afrika zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. Ein Unternehmen aus Neuseeland hat jetzt eine Lösung entwickelt: eine spezielle Drohne schützt Nashörner vor Wilddieben.

Die von Aeronavics steht nun vor ihrem Einsatz in den Savannengebieten Südafrikas.

Nashörner vom Aussterben bedroht

Nach neuesten Schätzungen leben in Südafrika noch 18.000 Spitzmaulnashörner und 5.500 Spitzmaulnashörner in freier Wildbahn. Etwas mehr als 1000 Nashörner wurden im vergangenen Jahr in Südafrika illegal gejagt und getötet.

Südafrikanische Nashörner werden von Wilderern wegen dem florierenden illegalen Nashornhandel in China gejagt.  Die Hörner der Nashörner werden in Antiquitätenläden oft in betrügerischer Absicht als altes Produkt verkauft. Sie werden auch in dem Irrglauben gemahlen, dass sie angeblich magische Heilkräfte besäßen.

Das Ausmaß des illegalen Handels mit Nashörnern ist so groß, dass einige Wildparks Nashörner zu ihrem Schutz  betäuben und ihre Hörner absägen, um Wilderer abzuschrecken. Die Aeronavics-Drohne schützt Nashörner jedoch jetzt effektiv und stellt eine leistbare, flächendeckende Lösung dar.

Unternehmen entwickelte seit 1 ½ Jahren

Hinter der Drohne steckt das neuseeländische Unternehmen Aeronavics, welches bereits Flugroboter für eine Vielzahl von Zwecken entwickelt hat. So etwa zur Vermessung, Überwachung, für die Landwirtschaft oder auch für Medienzwecke.

Vor einigen Jahren wurde man vom Tusk and Horn Wildlife Trust auf die Entwicklung einer Drohne zur Bekämpfung illegaler Wilderei in Südafrika angesprochen. Seither wurden 1 ½ Jahre intensive Forschung- und Entwicklungsarbeit in die Drohne investiert.

Drohne erkennt Wilderer, verständigt Einsatzkräfte

Das Unternehmen hat an Prototypen gearbeitet, die nachts effektiv arbeiten können, um die Anwesenheit von Wilderern zu überwachen. Sobald eine Drohne die Anwesenheit eines Wilderers erkennt, kann der Drohnen-Pilot den Rest des Anti-Wilderer-Teams alarmieren, um diese so schnell wie möglich zum Standort der Jäger zu schicken.

Das Unternehmen hält für die Überwachung an einem Quadcopter-Modell fest, der 45 Minuten lang fliegen kann. Er kann auch starken Winden oder anderen widrigen Bedingungen standhalten, ohne die Verbindung zu seinem Piloten zu verlieren.

 

Die Direktorin des Unternehmens, Linda Bulk, wurde im neuseeländischen Radio interviewt und sprach darüber, wie das Unternehmen die Flugreichweite seiner Drohnen von derzeit 4-5 km (2,5 – 3,1 Meilen) auf schließlich 100 km (60 Meilen) erweitern wollte.

 

Drohnen für den Artenschutz beliebt

Auch dieses Beispiel zeigt, dass die Nutzung von Drohnen für den Tierschutz, etwa gegen illegalen Fischfang immer beliebter werden.

Christian Brandstötter MMSc ist freiberuflicher Autor und Blogger aus Niederösterreich. Wenn er nicht über spannende neue Anwendungsfälle von Drohnen berichtet, schreibt er über Blockchain-Technologie, digitale Vermögenswerte und innovative Software.

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