SCHUTZ UND SICHERHEIT

Drohnen beim Superbowl: Verboten, aber auch mit Drohnenabwehr-System nicht zu verhindern

Drohnen beim Superbowl Drohnenabwehr-System

Der amerikanische Superbowl ist entschieden – die New England Patriots haben wieder einmal gewonnen. Während knapp 72.000 im Stadion mitzitterten und feierten, überwachte die Polizei das Wochen zuvor ausgerufene, absolute Drohnenverbot. Die bittere Realität: trotz aller Verbote flogen mehrere Drohnen beim Superbowl über das Stadion.

Dabei hatte man gleich mehrere Drohnenabwehr-Systeme im Einsatz. Das Fazit: man kann Drohnen verbieten, sie aber kaum verhindern.

6 Drohnen im Vorfeld wegen Verstoß gegen Flugverbot beschlagnahmt

Trotz des angekündigten Flugverbots waren bereits im Vorfeld der Veranstaltung mehrere Drohnenflüge in unmittelbarer Umgebung des Stadions durchgeführt worden. Die Polizei, die den Luftraum bereits Tage zuvor überwachte, konnte insgesamt 6 Drohnen beschlagnehmen und ihre Besitzer ausfindig machen.

Für die Tage vor dem Spiel am Sonntag galt ein Flugverbot von einer Meile im Umkreis des Stadions, am Spieltag selbst gar 30 Meilen. Wie The Verge berichtet drohte die Polizei Drohnen-Piloten, die das Verbot missachten würden, mit signifikanten Geldbußen oder gar Gefängnisstrafen.

Drakonische Strafen über 20.000 USD möglich

Die Bestimmungen der Federal Aviation Authority, der amerikanischen Flugsicherheitsbehörde sehen mögliche Strafen von mehr als 20.000 USD vor. Bereits ein kurzfristiges Einfliegen der Drohne innerhalb der Flugverbotszone ahndet man als Verstoß und bestraft man womöglich mit vollem Strafausmaß.

Gleichzeitig stellte die FAA über ihre Webseite und eine eigene Handyapp auch klare Informationen zur Verfügung, wo Drohnen-Piloten fliegen dürften und wo nicht.

Von Bill Gates-finanziertes Start-up testet Drohnenabwehr-System

Rund um den Superbowl machte auch ein Start-up namens Echodyne Schlagzeilen. Denn nicht zuletzt aufgrund der bereits vor dem Spiel beobachteten Drohnenflüge war man bemüht, jeden weiteren vollständig zu unterbinden.

Doch wie soll man jeden Drohnenflug im Umfeld sofort erkennen und verhindern können? Das Unternehmen Echodyne mit Sitz in Seattle entwickelt bereits seit mehreren Jahren ein System zur Drohnenerkennung.

Drohnenabwehr-System für rasche Identifikation und Vernichtung feindlicher Drohnen

Dieses System soll Drohnen nicht nur in Sekundenschnelle erkennen, sondern diese auch von anderen Luftobjekten, wie etwa Vögeln diverser Größen oder Ballonen, unterscheiden können. Nach Angaben des Unternehmens kann ihr Drohnenradar Drohnen nicht nur erkennen und verfolgen, sondern auch identifizieren.

Natürlich geht das System von Echodyne aber noch ein paar Schritte weiter. Wurde eine feindliche Drohne erkannt, wird versucht, deren Funk- und Navigationssignale zu stören. Außerdem attackiert man Drohnen speziellen Netzen , um diese aus der Gefahrenzone zu bringen.

Die Funktionsweise seines Systems beweist das von Bill Gates mitfinanzierte Start-up in einem YouTube-Video.

Drohnen beim Superbowl: gern gesehen nur in der Halbzeitshow

Sind Drohnen beim Superbowl nun komplett Fehl am Platz? Nun ja, nicht ganz! Sie sind sehr wohl gerne gesehen und mehr als Willkommen – aber natürlich nur im Rahmen der weltbekannten Halbzeitshow, die wie auch das Match von weltweit mehr als 200 Millionen Menschen vor den Bildschirmen verfolgt wird.

Auch dieses Jahr hat Intel mit seinen Shooting Star Drohnen wieder für eine fulminante Performance gesorgt und die Bühnenshow der Band Maroon 5 mit einer vorprogrammierten Lichtershow begleitet. Manche behaupten gar, man habe Adam Levine und Co die Show gestohlen…

Christian Brandstötter MMSc ist freiberuflicher Autor und Blogger aus Niederösterreich. Wenn er nicht über spannende neue Anwendungsfälle von Drohnen berichtet, schreibt er über Blockchain-Technologie, digitale Vermögenswerte und innovative Software.

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