LOGISTIK

Ein Luftraum voller Drohnen

Wenn Drohnen Überhand nehmen kommt es zu mehreren Problemen, die nach einer schnellen und effektiven Lösung verlangen

Ein Luftraum voller Drohnen führt zu Drohnen Kollisionen, die sich mittlerweile leicht verhindern lassen.

Die Anzahl an Drohnen wird täglich größer und größer, der Luftraum aber nicht. Bei diesem stetigen Wachstum müssen an die damit einhergehenden Folgen – mögliche Zusammenstöße und Verletzte – gedacht werden. Kollisionen der unbemannten Fluggeräte bringen nicht nur finanzielle Einbußen, sie bergen auch rechtliche Probleme. Denn wer bezahlt den Schaden, wenn zwei Drohnen zusammenstoßen? Kommt es zu eigenen Drohnen-Versicherungen? Das sind Fragen, auf die es nicht immer eine eindeutige Antwort gibt.

Wie Heise berichtet, will der Google-Konzern Alphabet diesem Dilemma ein Ende bereiten und hat sich den Ansatz einer Lösung einfallen lassen.

Google gegen Drohnen Kollisionen

Die Lösung des weltweit bekannten Unternehmens soll automatisch funktionieren und ein Chaos verhindern. Als eines der schwierigsten Hindernisse gilt eine fehlende Flugsicherung für Drohnen, die besonders bei der Einführung von Warenlieferungen per Luft für Probleme sorgen wird. Denn Nichts ist ärgerlicher als eine teure aber kaputte Drohne.

„Hier kommt das Project Wing von Alphabet ins Spiel … „, wie es im obig verlinktem Artikel heißt. In Zusammenarbeit mit der NASA und der US-Luftaufsicht kommt es zu Entwicklungen von neuen Systemen, die Kollisionen von Drohnen unterbinden sollen. Erst im vergangenem Sommer haben die Forscher, die neuesten Technologien in einem eigens konzipierten Drohnen-Testgebiet ausprobiert.

Die Lösung für den Luftraum voller Drohnen

Sechs Drohnen kamen bei diesem Test zum Einsatz. Drei von Project Wing, zwei von Intel und eine von Virginia Tech. Dabei hatten die Drohnen unterschiedlicher Hersteller je eine Aufgabe. Entweder kam es zu Paket-Auslieferungen oder simulierten Rettungsmissionen. Die unbemannten Fluggeräte handelten dabei nicht autonom, sondern waren auf ihren Eigentümer angewiesen, die diese steuerten, angewiesen.

Das neu entwickelte System erfasste dabei kontinuierlich, in welche Richtung die Drohnen fliegen. Zudem erkennt es, wo Zusammenstöße möglich sein könnten und plant auf diesen Daten basierend neue Flugrouten, ohne dass der Drohnen-Pilot eingreifen muss. Die Änderungen der Flugroute werden dem Piloten jedoch mitgeteilt, sodass dieser stets weiß, wo sich seine Drohne befindet. Mit diesem Tool können Flugverbotszonen, wie sie es beispielsweise bei Flugplätzen gibt, umgangen werden.

Bei diesem Test kollidierte keine Drohne mit einer anderen oder sonst einem Objekt. Es muss jedoch auf die Größe des Experiments hingewiesen werden. Die Teilnahme von sechs unbemannten Flugobjekten macht den Test nicht gerade repräsentativ und lässt einige Fragen offen. Wie viele Drohnen kann das System maximal erfassen? Kann es zu Störungen des Systems kommen? Ist es möglich das System zu hacken? Falls trotz diesem System Drohnen zusammenstoßen, wer übernimmt die Kosten? Dies sind alles Fragen, auf die es hoffentlich in naher Zukunft Antworten gibt.

Studentin in Wien, aus Oberösterreich. Interessiert an allerlei Medien, Fotografie, Geschichte, Ornithologie und guten Frühstücksmöglichkeiten.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

 

Passwort vergessen