ALLGEMEINES

Facebook beendet Tests für Internetversorgung durch Vogel-Drohnen

Vogel-Drohnen

Facebooks Geschäftsmodell ist einfach: die Daten seiner Benutzer werden profiliert und anschließend über sein Werbenetzwerk vermarktet. Deswegen, oder sei es die noble Absicht, alle Menschen der Welt mit Internet zu versorgen, haben Facebook bereits bisher dazu gebracht, nach Möglichkeiten zu suchen, Internet auch in entlegenen und armen Gebieten der Welt dauerhaft zugänglich zu machen. Angeblich arbeitete man auch daran, dies mittels „Vogel-Drohnen“ zu erreichen.

Wie Berichte nun zeigen, soll das Projekt mit dem Codenamen „Catalina“ allerdings bereits vor knapp 1 Jahr mangels an Erfolgen wieder eingestellt worden sein.

Vogel-Drohnen sollten bestehendes 2G-Internet verstärken

Wer nun denkt, dass diese Vogel-Drohnen ähnlich einem WLAN-Router agieren sollten, der liegt allerdings falsch. Die Absicht der Ingenieure war es hingegen, die Drohnen als eine Art WIFI-Signalverstärker zu nutzen.

Hierfür sollten die bestehenden 2G-Signale von den Drohnen verstärkt und auch in den signalärmeren Gebieten ausreichend zur Verfügung stehen. Allerdings ist der Bericht, der dem Business Insider vorliegt, relativ sparsam was technische Details betrifft.

Darum ist unklar, wie die Drohnen genau hätten funktionieren sollen. Zudem ist nicht bekannt, wie weit die Drohnen bereits entwickelt waren und was schlussendlich zum Abbruch des Projektes geführt hatte.

Starrflügler-Drohne sollte Streaming von Audio und Video ermöglichen

Etwas mehr verrät der Bericht allerdings darüber, wie Facebook die Drohne letztendlich einsetzen wollte. Die Absicht wäre gewesen, dass die Konsumenten am Boden auch breitbandintensive Streaming-Dienste wie Spotify oder Netflix hätten konsumieren können.

Facebook wiederum hätte seine Investitionen wohl so amortisieren wollen, dass es Betreiber für die Vergrößerung ihrer Reichweite zahlen hätte lassen. Darüber berichtet das Tech-Magazin engadget.

Facebooks bisherige Versuche sind ebenfalls fehlgeschlagen

Facebook hat bereits mehrfach mit Drohnen experimentiert, um die Vision des kostenlosen Internets für entlegene Gebiete zu realisieren. Das wohl bekannteste Projekt hatte den Codenamen „Aquila“. Die markante dreiecksförmige Aquila-Drohne war ein ebenso ambitioniertes Projekt.

Allerdings wurde dieses Projekt Mitte 2018 mangels Fortschritts und hoher Entwicklungskosten eingestampft. Damals gab man auch an, sich mehr auf die Kooperation mit Partnern und selbst auf die Rolle als Internetanbieter fokussieren zu wollen, anstatt selbst die Kosten der Entwicklung zu stemmen.

Erst Anfang 2019 sind durch Recherchen der Webseite netzpolitik.org allerdings Hinweise aufgekommen, dass Facebook weiterhin an der Realisierung seiner Vision arbeitet. Diesmal habe man eine Kooperation mit Airbus gestartet, um eine Solar-betriebene Drohne zur Internetversorgung zu entwickeln.

Vogel-Drohnen keine Seltenheit

Die Inspiration für das Projekt war angeblich allerdings die kalifornische Insel St. Catalina. Hier hatte man einst Brieftauben verwendet, um mit dem nahegelegenen Festland zu kommunizieren.

Es überrascht nicht, dass Konstrukteure beim Design von Drohnen sich auch von Vögeln inspirieren lassen. Eine der bekanntesten unter den Vogel-Drohnen ist etwa die Passerine-Drohne, die mit Vögel-inspirierten Beinen in die Luft springt.

Christian Brandstötter MMSc ist freiberuflicher Autor und Blogger aus Niederösterreich. Wenn er nicht über spannende neue Anwendungsfälle von Drohnen berichtet, schreibt er über Blockchain-Technologie, digitale Vermögenswerte und innovative Software.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

 

Passwort vergessen