GET STARTED - Wissenswertes zum Beginnen

Fliegen auf Sicht – Was bedeutet LOS, VLOS, EVLOS, ELOS, BVLOS und BLOS?

Erklärung der Begriffe rund um das Fliegen auf Sicht

Fliegen auf Sicht - Was bedeutet LOS, VLOS, EVLOS, ELOS, BVLOS und BLOS?

Dieser Artikel beschreibt die für das „Fliegen auf Sicht“ relevanten Begriffe wie LoS, VLOS, ELOS und BLOS. Auch der Sonderfall FPV findet in diesem Artikel Erwähnung.

Visual Line of Sight – LoS / VLOS

VLOS steht für „visual line of sight“. Es bedeutet die direkte Sichtverbindung zwischen Pilot und Flugobjekt. Das „V“ wird allerdings auch gerne weggelassen.

Im österreichischen Luftfahrtgesetz ist verankert, dass eine direkte Sichtverbindung zwischen Pilot und Flugobjekt bestehen muss. Mit der Ausnahme des Klasse 2 uLFZ. Für die Sichtverbindung dürfen keine technischen Hilfsmittel, wie beispielsweise ein Fernglas benutzt werden. Sehhilfen fallen nicht darunter. Auch darf die Sichtverbindung nicht unterbrochen werden, beispielsweise durch Hindernisse wie Bäume, Mauern oder Wolken. Nur unter diesen Gegebenheiten, darf ein Flugmodell oder ein uLFZ der Klasse 1 geflogen werden. Beim Flugmodell gilt zusätzlich als absolute Grenze ein Radius von 500 m um den Piloten.

Extended Visual Line Of Sight – EVLOS / ELOS

Mit EVLOS ist der Flug auf Sicht gemeint, bei dem auch eine andere Person als der Pilot selbst die Sichtverbindung aufrecht erhält. Primär zielt EVLOS darauf ab, dass ein entfernter Beobachter das Flug Objekt im Auge behält um den Flugradius zu erweitern. Pilot und Beobachter stehen dabei über einen stabilen und verzögerungsfreien Kommunikationskanal miteinander in permanenter Verbindung. Rein theoretisch kann der Flugradius beliebig erweitert werden, und das Fliegen auf Sicht bleibt trotzdem gewährleistet.

Im österreichischen Luftfahrtgesetz ist EVLOS nicht verankert. Im Prototype Proposal der EASA hingegen ist dieses Verfahren erwähnt.

Beyond Visual Line Of Sight – BVLOS / BLOS

Fliegt der Pilot das Flugobjekt ohne es dabei zu sehen, handelt es sich um BVLOS. Der Begriff steht für den Flug ohne direkter Sichtverbindung. In Österreich ist dies den (zivilen) uLFZ der Klasse 2 vorbehalten. Nach Aussage der Austro Control (April 2018) gibt es für Klasse 2 uLFZ derzeit im zivilen Bereich keine Anwendung. uLFZ der Klasse 2 sind aktuell noch im Versuchsstadium. Der Aufwand ein uLFZ der Klasse 2 zu bewilligen ist sehr hoch.

Sonderfall FPV

FPV (First Person View) ist im österreichischen Drohnengesetz abgebildet. Die FPV Brille, die das Videosignal von der Drohne zum Piloten schickt, gilt als technisches Hilfsmittel. Dieses ist klar ausgeklammert für das Fliegen auf Sicht. Der FPV Pilot fliegt folglich nicht LoS, wie im Gesetz vorgeschrieben. Ungeachtet ob die Distanz nun Kilometer sind, sprich außerhalb einer möglichen Sichtverbindung, oder in kurzer Entfernung. Der Pilot sieht die Drohne nicht (von außen). Und damit wäre ein uLFZ der Klasse 2 nötig.

Als Umgehungslösung ist im Gesetz definiert, dass ein Spotter die gesetzliche Verpflichtung des „Auf Sicht Fliegens“ übernimmt. Dieser muss nicht nur den Piloten vor Gefahren warnen, die dieser aufgrund der FPV Brille nicht wahr nehmen kann. Er muss auch in der Lage sein die Kontrolle zu übernehmen. Es ist also eine Kombination aus ELOS und BLOS mit der Erschwernis, dass der Beobachter auch nötigenfalls als Pilot fungieren muss.

Drohnenexperte - FPV Drohnenpilot

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

 

Passwort vergessen