SCHUTZ UND SICHERHEIT

GB testet Gefahrenstofferkennung per Drohne

Gefahrenstofferkennung per Drohne

Neben ihrem kommerziellen Einsatz erproben auch Militärs diverse Anwendungsmöglichkeiten von Drohnen. In Großbritannien testet man jetzt, ob eine frühzeitige Gefahrenstofferkennung per Drohne möglich ist.

Angesichts des medial breit diskutierten Giftanschlages auf die Familie Skripal scheint das Bedürfnis größer denn je.

„Projekt Minerva“: Gefahren frühzeitig erkennen

Das britische Militär hat kürzlich eine Flotte von Drohnen und Robotern getestet, die in der Lage sind, nach chemischen Stoffen und biologischen Bedrohungen zu suchen. Hierzu startete man im September 2016 das mit 3-Millionen-Pfund dotierte „Projekt Minerva“. Dabei wurde eine Snake Eye Drohne getestet, die 3D-Bilder weiterleiten kann, während chemische Substanzen mit einem Lasersystem erfasst werden.

Ziel der bahnbrechenden Forschungen war es, durch den Einsatz von Technologien die Risiken für das Personal bei der Untersuchung von Vorfällen mit gefährlichen Stoffen zu reduzieren.

Verbindungen mit dem Falle Skripal

Wissenschaftler aus Porton Down, der militärischen Forschungseinrichtung, die nach dem Angriff auf den ehemaligen Spion Sergej Skripal auf das Nervenmittel getestet hat, waren an diesen Versuchen am Fire Service College in Gloucestershire beteiligt.

Nach dem Vergiftungsvorfall sind derzeit noch immer etwa 120 britische Militärangehörige mit der allgemeinen Dekontamination von Salisbury beschäftigt.

Gefahrenstofferkennung per Drohne: Erprobung in kontaminierten Geländen

Während der Versuche wurden Drohnen und Roboter in simulierte „kontaminierte“ Gebiete sowohl in Großbritannien, als auch auf realen Schlachtfeldern ausprobiert.

Die Technologie wurde anhand der Geschwindigkeit und Genauigkeit von menschlichen Einsatzteams getestet, die von spezialisierten Wissenschaftlern des Defence Science and Technology Laboratory, dem Militär, der Polizei und der Feuerwehr unterstützt wurden.

Große Hoffnungen in Projekt Minerva

In der ersten Phase des Projektes wurden bereits mehr als 1.37 Millionen Pfund in 18 Entwicklungsprojekte investiert. Dabei hat man erste Erfolge erzielt und 4 Teams ausgewählt, an die man einen Folgeauftrag für Phase 2 des Forschungsprojektes vergab.

Dabei hegt man hohe Erwartungen und große Hoffnungen in die Ergebnisse des Projektes. Konkret erhofft man sich:

  • ein besseres Verständnis dessen, was nach dem derzeitigen Stand der Technik praktisch realisierbar ist.
  • Einblick in das, was möglich ist, angesichts von Änderungen an den nachgewiesenen Systemen und/oder voraussichtlichen Entwicklungen auf diesem Gebiet.
  • Verständnis für die Ansätze, die gut funktionieren, die, die verbessert werden müssen und die, die fehlerhaft sind.

Schutz von Menschenleben als Ziel

Alle Bemühungen des Forschungsprojektes sind letztendlich natürlich darauf gerichtet, chemische Gefahren frühzeitig erkennen zu können. So kann man entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten und betroffene Menschen in Sicherheit bringen, um Menschleben zu schützen.

Auch weitere militärische Einsatzmöglichkeiten folgen diesem Ziel, so etwa die frühzeitige Vermeidung von Raketenstarts.

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