INSPEKTION UND WARTUNG

Inspektion und Wartung mit Drohnen

Egal ob Industrieanlagen inspiziert, Baufortschritte beurteilt oder Gebiete vermessen werden, die Inspektion und Wartung mit Drohnen gewinnt stetig an Bedeutung

Der Einsatz von Drohnen im Bereich der Inspektion und Wartung von Drohnen ist heutzutage von Bedeutung.

Begutachtungen von Industrieanlagen und technischen Bauwerken, wie Windkraftanlagen oder Hochspannungsleitungen, gingen bisher immer mit großen Risiken für Industrie-Kletterer einher. Doch seit einiger Zeit erfolgen Inspektion und Wartung mit Drohnen, denn die erhöhte Sicherheit der Arbeiter ist nicht der einzige Vorteil.

Vorteile einer Inspektion und Wartung mit Drohnen

Ständige Einsatzbereitschaft

Im Gegensatz zu herkömmlichen Inspektions- und Wartungsmethoden, verlangt der Einsatz von Drohnen weniger Vorbereitung und kann wenn nötig auch spontan erfolgen. Des Weiteren ist die Nutzung bestimmter Modelle unabhängig von der Jahreszeit möglich. Den Ablauf müsste man für gewöhnlich, vor allem bei Kletter-Arbeiten, ausführlich im Voraus planen. Ein Drohnen-Team kann dagegen mit minimaler Verzögerung mit der Arbeit beginnen. Natürlich nur sofern keine besondere Flugerlaubnis eingeholt werden muss.

Höhere Effizienz

Abgesehen davon kann ein Drohnen-Trupp effizienter und schneller, also dementsprechend wesentlich günstiger die selbe Arbeit verrichten, denn schließlich gilt: Zeit = Geld.

Weiters sind schwerer zugängliche Bereiche von Anlagen, wie Schlote und Türme, einfach und schnell erreichbar. Die Hohlräume von Tanks und Rohrleitungen können mit speziellen Drohnen, wie z.B. dem Modell „Elios“ von Flyability (Abbildung unten),  problemlos inspiziert werden. Auf derer Website finden sich zudem einige interessante Beispiele und Infos zu abgeschlossenen Begutachtungen von z.B. Druckkesseln, Fermentationstanks oder Düsentriebwerk-Testeinrichtungen.

Quelle: Flyability

Umfangreichere Resultate

Die anschließende Auswertung könnte nicht einfacher sein: Das aufgezeichnete Material kann Bild für Bild beurteilt werden. Und zwar so oft wie man will. Die Begutachtung kann durch mehreren Experten, unabhängig voneinander, erfolgen.  Die Gefahr von Fehleinschätzungen minimiert sich, die Aufnahmen sind nachprüfbar und außerdem gerichtsfest. Zum Beispiel könnte während eines Rundgangs ein Begutachter im Vorbeigehen ein Detail übersehen. Eine Videoaufnahme kann er schon während der Aufnahme in Form einer Live-Übertragung beobachten. Und danach immer wieder abspielen, stoppen und betrachten. Hoch aufgelöste Fotos lassen sich dagegen stark vergrößern und beinahe Pixel für Pixel analysieren.

Quelle: Airborne-Robotics

Reduziertes Gefahrenpotential

Und abschließend: Eine Inspektion und Wartung mit Drohnen eliminiert fast jegliches Verletzungsrisiko. Industriekletterer müssen sich nicht in schwindelerregende Höhen begeben und Inpektionstrupps brauchen sich nicht durch enge und verwinkelte Rohr- und Kanalsysteme winden. Es gibt für diese Arbeiten wahrscheinlich keine sicherere Vorgehensweise als der Einsatz unserer fliegenden Freunde.

Anwendungsbeispiele

  • Industrieanlagen

    Es geht immer darum Ausfälle zu verhindern, weshalb regelmäßige Untersuchungen notwendig sind. Der Einsatz von Drohnen beschleunigt diesen Prozess und hilft Zeit und Geld zu sparen. Zusätzlich ist im Gegensatz zu konventionellen Methoden das Abschalten der Anlage meistens nicht einmal notwendig. Auch hoch liegende Rohrleitungen werden einfach und schnell auf Lecks abgesucht. Weitere Vorteile bietet der Einsatz von Wärmebildkameras, wodurch sich im Flug die Abwärme und Temperatur einzelner Bauteile ermitteln lassen.

  • Windkraftanlagen

    Sie sind ein beliebter Weg zur alternativen Gewinnung elektrischer Energie, weshalb sie wie Pilze aus dem Boden schießen. Besonders die Rotorblätter stehen rund um die Uhr unter hoher Belastung und werden unter Umständen durch Hagelstürme und Blitzeinschläge beschädigt. Damit ein beschädigter Flügel zu keinem Disaster führt, wird auch hier regelmäßig der Zustand überprüft. Der Einsatz von Drohnen ist auch hier besonders kostengünstig und effizient.

  • Bohrplattformen

    Off-Shore Anlagen zu inspizieren ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Bisher führte man diese Arbeit mit bemannten Helikoptern durch, wohingegen die Nutzung von Drohnen wie so oft wesentlich preiswerter ist.

  • Photovoltaikanlagen

    Sie stehen ebenfalls weit oben auf der Skala der beliebtesten Quellen für alternative Elektrizitätsgewinnung und manche dieser Anlagen sind mehrere Quadratkilometer groß. Auch hier lohnt es sich die Inspektion und Wartung mit Drohnen zu vereinfachen, denn schon mit gewöhnlichen RGB-Kameras lassen sich Schäden auf den Paneelen ausfindig machen und lokalisieren.

  • Bauwerksprüfungen & Sanierungsplanung

    Bestimmte Teile von Gebäuden, wie Dächer und Fassaden, sind äußeren Einflüssen schutzlos ausgesetzt. Sie leiden unter Witterung und Erosion, weshalb ihr Zustand von Zeit zu Zeit beurteilt werden muss.
    Ist die Sanierung eines Gebäudes notwendig, erleichtert eine Begutachtung mit Drohnen eine exaktere Einschätzung der notwendigen Maßnahmen und Kosten.

Die Zukunft: automatisierte Inspektionen

Meistens kommt es bei wiederholten Begutachtungen zu denselben Flugrouten, eine Automatisierung ist somit der nächste logische Schritt. So werden Drohnen ohne Eingreifen einer Person selbstständig die benötigten Aufnahmen einholen und abliefern.

Ein gutes Beispiel ist wieder die Inspektion von Windkraftanlagen. Während man pro Tag 2 bis 5 Turbinen manuelle inspizieren kann, ermöglicht der Einsatz von Drohnen die Inspektion von 10 bis 12 Anlagen pro Tag. Chris Bley ist Chef eines Unternehmens, welches sich auf Inspektionsequipment spezialisiert hat. Seiner Aussage zufolge wird sich die Effizienz mit autonomen Modellen weiter erhöhen und bis zum Ende des Tages würden so 15 bis 20 Windräder begutachtet.

Oberösterreichischer Schüler, Freeskier, Paragleiter, Photo- und Videographer, Kletterer und natürlich auch Drohnen-Pilot. :D

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