SPORT UND RACING

KI-Drohnen gegen Profis: Neu in der Drone Racing League

KI-Drohnen in Drone Racing League

Menschen gegen KI: in der Drone Racing League (DRL) werden ab 2019 Drohnen-Piloten gegen KI-Drohnen antreten. Dafür wird die neue Disziplin Artificial Intelligence Robotic Racing (AIRR) eingeführt.

Finanziert wird das Spektakel vom Rüstungskonzern Lockheed Martin, der sich die Weiterentwicklung von KI-Drohnentechnologie erhofft.

2 Millionen USD Preisgeld warten auf selektierte Teilnehmer

Ausgewählte Teilnehmer werden eingeladen, an einer Reihe von Herausforderungen teilzunehmen. Insgesamt winkt ihnen dabei ein Preisgeld von über 2 Millionen Dollar. 250.000 Dollar gibt es beispielsweise für das erste Team, das einen professionellen Piloten der Drone Racing League schlägt

Studenten und Absolventen, Drohnenbegeisterte, Programmierer und alle anderen, die sich für Drohnen- und KI-Technologien interessieren, sind eingeladen, sich der Herausforderung zu stellen.

Weiterentwicklung von KI-Drohnen als Ziel

Ziel des Wettbewerbs ist es, eine KI-Software zu entwickeln, die in der Lage ist, eine der standardmäßigen 80mph-Renndrohnen des DRL auf einer der komplexen Rennstrecken der Liga zu fliegen.

Die KI muss dies ohne menschliche Eingriffe oder die Vorprogrammierung des Kurses bewältigen. Mit anderen Worten, die KI wird damit beauftragt, den Kurs wie ein Mensch zu steuern, anstatt einer vorprogrammierten Flugroute zu folgen.

Lockheed Martin als Sponsor der Drone Racing League

Gesponsert wird auch die neue Disziplin von Lockheed Martin, einem US-amerikanischen Rüstungskonzern, der selbst Drohnen und Kampfjets herstellt. Das Unternehmen war bereits bisher Sponsor der Drone Racing League.

Natürlich ist das millionenschwere Sponsoring kein Benefizprojekt. Der Konzern wird damit auch seine eigenen Interessen verfolgen. Kritiker meinen, dass es dabei weniger um die Öffentlichkeitsarbeit geht, als dass der Konzern vielmehr innovative Technologien fördern und effektiv womöglich akquirieren möchte.

Nicht das erste Duell KI gegen Drohnen-Piloten

Dabei handelt es sich allerdings nicht um das erste Mal, dass KI-Drohnen gegen menschlich gesteuerte Drohnen antreten werden. Tatsächlich hat die US-Behörde NASA bereits 2017 zu einem ähnlichen Duell geladen.

Damals war der professionelle Drohnen Racer Ken Loo gegen eine Reihe von autonomer KI-Drohnen angetreten. Die KI-Drohnen durften nicht vorprogrammiert und nur basierend auf Bilderkennung steuern.

Das Ergebnis: die autonomen Drohnen waren insgesamt zwar konstanter, allerdings langsamer als die von Menschen gesteuerten Drohnen.

Wer wird gewinnen?

Dabei stellt sich natürlich die Frage, wer die spannenden Drohnenrennen gewinnen wird. Nicholas Horbaczewski, Geschäftsführer der Drone Racing League verriet VentureBeat, dass er vorerst nicht damit rechnet, dass die KI-Drohnen die Nase vorne hätten.

„Für 2019 sind wir sicher, dass ein menschlicher Pilot gewinnen wird. Ab 2020 ist das Rennen vollkommen offen,“ schrieb er dem US-Magazin per E-Mail.

KI-Drohnen auf dem Vormarsch

Natürlich ist die Drone Racing League mit den KI-Drohnen um ein weiteres Spektakel reicher. Doch auch außerhalb der Drohnenrennen sind per KI-gesteuerte Drohnen immer mehr auf dem Vormarsch.

Wie berichtet, werden sie etwa eingesetzt um Gebäude zu überwachen, Vögelschwärme von Flughäfen fernzuhalten oder illegalen Fischfang zu bekämpfen.

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