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Kleiner Pilotenschein bzw. Drohnen Pilotenschein – österreichisches Drohnengesetz

Brauche ich einen Drohnen-Pilotenschein?

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Der Artikel klärt die Frage unter welchen Bedingungen ein sogenannter „kleiner Pilotenschein“, auch genannt „Drohnenpilotenschein“ bzw. „Drohnen Pilotenschein“, erforderlich ist. Für jene die einen benötigen, gibt dieser Artikel auch Auskunft was erforderlich ist um den kleinen Pilotenschein zu erhalten. Zuletzt klären wir, die weiteren Voraussetzungen um letztendlich auch tatsächlich eine entsprechende Drohne fliegen zu dürfen. Der Beitrag ist Teil der Serie über das österreichische Luftfahrtgesetz, auch bekannt als österreichisches Drohnengesetz.

Brauche ich einen Drohnen-Pilotenschein?

Zuerst die grundlegende Frage, brauche ich den kleinen Pilotenschein, auch genannt Drohnenpilotenschein, überhaupt? Als Quelle dient der Lufttüchtigkeits- und Betriebstüchtigkeitshinweis Nr. 67 (LBTH67). Grundsätzlich ist lediglich für die Kategorie C und D eine Theorieprüfung über Luftfahrtrecht abzulegen. Das bedeutet im Umkehrschluss, Piloten mit uLFZ der Kategorie A und B ist kein kleiner Pilotenschein erforderlich. Genau sowenig für die unbemannten Geräte bis zu 79 J Bewegungsenergie nach § 24d des Luftfahrtgesetzes, die Spielzeugdrohnen. Und auch nicht für die Flugmodelle. Wichtig zu wissen ist, wer ein uLFZ bewilligen möchte, muss bereits bei der Bewilligung den oder die Piloten angeben. Im Falle einer Kategorie C Drohne, muss der oder die eingetragenen Piloten den kleinen Pilotenschein bereits vorweisen können.

Wer also kein uLFZ der Kategorie C oder höher hat, benötigt keinen Drohnen Pilotenschein. Trotzdem gibt es auch für die Kategorie A und B Anforderungen an den Piloten. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre. Zusätzlich bestätigt der Bewilligungsinhaber, also jene Person die der Halter des bewilligten uLFZ ist, mit seiner Unterschrift bereits bei der Bewilligung die Befähigung des oder der eingetragenen Piloten. Bei Kategorie B haben der oder die Piloten die Befähigung sowie die körperliche Eignung ein uLFZ zu steuern schriftlich zu deklarieren. Es ist kein Pilotenschein, kein Praxisnachweis und auch keine amtsärztliche Bestätigung erforderlich. Die Befähigung muss trotzdem gegeben sein. Nur der Nachweis muss nicht erbracht werden bzw. wird durch die Unterschrift als bestätigt angenommen. Für Flugmodelle und Spielzeug gibt es keine Altersbeschränkung und keine sonstigen Nachweise. Allerdings sollte bei Minderjährigen stets die Beaufsichtigung durch Erwachsene gegeben sein.

Prüfungsvorbereitung

Der Drohnen Pilotenschein ist letztendlich nichts anderes als der Nachweis über die Kenntnisse des Luftrechts. Die Prüfung ist mit der entsprechenden Vorbereitung schaffbar. Es empfiehlt sich daher einen entsprechenden Prüfungsvorbereitungskurs zu besuchen. Zum Beispiel bietet die Motorflugunion Klosterneuburg, mit dem Präsidenten Gustav Holdosi, einen „Drohnenkurs“ in Wien an. Der Vortragende Dr. Bauer ist Jurist und war selbst bei der Austro Control tätig. Er schafft mittels unterhaltsamer Anekdoten aus dem Alltag als Fluglotse und Sachverständiger die nötige Auflockerung zu dem doch recht trockenem Thema. Der zweitägige Kurs deckt alle relevanten Bereiche zum Luftrecht ausführlich ab. Er kostet 300 Euro pro Person. Auch ist ein Fragenkatalog online verfügbar über den man ein gutes Gefühl für die Art der Befragung erhält.

Kleiner Pilotenschein – Drohnen Pilotenschein

Die theoretische Prüfung über das Luftrecht wird bei der Austro Control abgelegt. Wer bereits einen österreichischen Luftfahrerschein besitzt, braucht diese Prüfung nicht mehr machen. Die Prüfung wird in elektronischer Form, also ein Multiple Choice Test am PC, nach Anmeldung durchgeführt. Folglich bekommt man das Ergebnis und den kleinen Pilotenschein unmittelbar danach. Die Anmeldung kann elektronisch via Mail an die Austro Control Prüfungsstelle erfolgen. Eine Voranmeldung von mindestens zehn Werktagen vor dem Wunschtermin ist erforderlich. Die Prüfung kostet 14,40 Euro (Stand Sommer 2017). Sie kann Dienstag bis Freitag zwischen 08:30 und 15:00 abgelegt werden und dauert je nach Vorbereitung etwa 20 Minuten. Der kleine Pilotenschein selbst ist lediglich eine Bestätigung der erfolgreich abgelegten Prüfung, also ein A4 Zettel mit Prüfungsergebnis, Stempel und Unterschrift. Ein nettes Gadget der Motorflugunion Klosterneuburg ist, dass sie auch einen Pilotenschein im Scheckkartenformat ausstellt, wie im Titelbild.

Auch in der Prototyp Regulierung der EASA wird ein kleiner Pilotenschein vorgeschlagen. Dieser nennt sich dann „Light Unmanned Aircraft Operator Certificate“ (LUC) und ist von der Idee her mit dem österreichischen kleinen Pilotenschein vergleichbar. Nur Drohnen von denen ein geringes Risiko ausgeht, ist ein Fliegen ohne einem LUC erlaubt. Der LUC ist natürlich mit Aufwand verbunden, räumt jedoch im Gegenzug auch Privilegien ein.

Weitere Voraussetzungen

Der kleine Pilotenschein ist nur eine von vier Voraussetzungen um ein uLFZ der Kategorie C und D fliegen zu dürfen. Auch das Mindestalter von 16 Jahren ist zu berücksichtigen. Zusätzlich ist auch ein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis oder eine Führerscheintauglichkeitsuntersuchung vorzulegen. Zweiteres kann jeder Amtsarzt ausstellen, analog zum Führerschein. Die Untersuchung, darf jedoch nicht älter als 5 Jahre sein. Desweiteren ist auch abhängig des Einsatzzweckes des verwendeten uLFZ ein Praxisnachweis notwendig. Sind diese vier Voraussetzungen gegeben, darf ein uLFZ der Kategorie C und D geflogen werden. Alle Nachweise sind bereits beim Bewilligungsantrag bereitzustellen.

Videobeitrag zum Drohnenpilotenschein

Drohnenexperte - FPV Drohnenpilot

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