SCHUTZ UND SICHERHEIT

Lavaentwicklung per Drohne überwachen

Lava per Drohne überwachen

Im Mai kam es in Hawaii zu einem folgenreichen Vulkanausbruch. Um die Folgen besser beurteilen und die lokale Bevölkerung schützen zu können, ließ man die Lavaentwicklung per Drohne überwachen. Ein Forscherteam um Professor Ryan Perroy lieferte tatkräftige Unterstützung und half, das Schlimmste zu verhindern.

Eruption des Vulkan Kilauea am 3. Mai

Am 3. Mai kam es zu einem Ausbruch des Vulkan Kilauea, gelegen im Süden des hawaiianischen Distrikts Puna. Als die Lava zu fließen begann, kontaktierte die Zivilschutzbehörde des Staates Hawaii die University of Hawaii bei Hilo und den assoziierten Professor für Geographie und Umweltwissenschaften, Ryan Perroy. Der Zivilschutz zog die Hilfe seiner Gruppe hinzu, die mit Drohnen hochauflösende Karten verschiedener Landformen erstellt.

Man gab nämlich das klare Ziel vor, dass das Team die Lavaentwicklung per Drohnen überwachen sollte. Eine Gruppe von Studenten und Absolventen unter der Leitung des Professors war Tag und Nacht mit den unbemannten Luftfahrzeugen im Einsatz.

Man erfasste Wärmebilder und machte regelmäßige Aufnahmen der Lavaströme, um die Regierungsbehörden mit wichtigen Informationen zu versorgen. Auf Basis der Aufnahmen konnte der Vulkanausbruch und mögliche Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung besser beurteilt werden.

Fernerkundungsteam kann Lavaproben in Echtzeit entnehmen

Noch beeindruckender sind die Fähigkeiten von Techniker Rose Hart Luftfahrtprofessor Roberto Rodriguez, die als Teil des Fernerkundungsteam von Vulkanologe Cheryl Gansecki ebenfalls vor Ort waren. Gemeinsam bietet das Team chemische Echtzeitanalyse von Lavaproben.

Mit Hilfe dieser Informationen können Regierungsbehörden nämlich einschätzen, wie schnell und in welche Richtung sich die Lava weiterbewegen wird. Auch Professor Gansecki selbst hebt den innovativen Charakter dieser Forschungen hervor: „Das ist das erste Mal, dass jemand versucht, die Lava chemisch zu analysieren  während der Vulkan ausbricht.“

Er schildert, dass sein Team eine schnelle chemische Analyse durchführen könne und nach Hinweisen sucht, die auf Veränderungen in der Magma oder dem System hindeuten. Diese Informationen könne man dann innerhalb weniger Stunden direkt an die zuständigen Behörden melden.

Lavaentwicklung per Drohne überwachen – auch um Ergebnisse für die Zukunft zu erhalten

Die Vorteile der Überwachung der Lavaentwicklung per Drohne gehen außerdem über den aktuellen Einsatz hinaus. Den mit Hilfe der gemachten Aufnahmen erhofft man sich, auch bessere Einschätzungen für die Zukunft treffen zu können. So ist es möglich, den Vulkanausbruch besser einzuschätzen und Prognosemodelle zu entwerfen, um für zukünftige Ausbrüche besser gerüstet zu sein.

Meeresroboter überwacht Lavaeintritt in Pazifik

Doch kommen Drohnen bei der Beobachtung der Lavaentwicklung nicht nur in der Luft zum Einsatz. Auch Unterwasser-Drohnen, oder „Meeresroboter“ bezeichnete, unbemannte Technologie nützt man, um Informationen über die Lavaentwicklung zu sammeln.

Meeresroboter des Typs „Wave Glider“ hat man in jenem Bereich eingesetzt, in der die Lava in das Meer geflossen ist. Auf diese Weise möchte man nämlich erforschen, welche Schadstoffahne die Lava hinterlässt, und wie sie im Meereswasser verteilt wird bzw. sich fortbewegt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

 

Passwort vergessen