ALLGEMEINES

Mit dem Drohnen-Taxi zur Arbeit

Unglaublich aber wahr, sich mit Drohnen fortzubewegen wird in nur wenigen Jahren zur Realität, von der wir uns nie zu träumen gewagt hätten

Mit dem Drohnen-Taxi zur Arbeit, egal ob Volocopter oder Lilium-Jet, in wenigen Jahrzehnten dürfte dies alltäglich sein.

Was im 20. Jahrhundert noch als utopisch und unmöglich schien ist nun Realität – Drohnen als fliegende Fortbewegungsmittel. Autos werden die unbemannten Flugobjekte zwar nicht so schnell ersetzen, neue Möglichkeiten und ungeahnte Chancen für die Zukunft verheißen Drohnen aber trotzdem. Viele Unternehmen beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit der Herausforderung den Alltag „in der Luft“ bewältigen zu können.

Lästige Staus und Auffahrunfälle könne man auf diese Weise umgehen und auch das Leben von Fußgängern wäre weit weniger stark gefährdet. Zudem würden keine Emissionen verursacht werden, der Betrieb sei weitaus billiger, leiser und effizienter als beispielsweise der eines Helikopters. Letztere ist schlicht und einfach nicht für den Massenbetrieb konzipiert worden und sicher keine Lösung, Menschen im Alltag von A nach B zu befördern.

Was hat es mit dem Drohnen-Taxi auf sich?

Der Süddeutschen Zeitung zufolge hat eine deutsche Firma die Nase bei den neuesten Flug-Fahrzeugen vorn. E-Volo entwickelte ein Beförderungsmittel, welches halb aus Drohne, halb aus Helikopter besteht. „Lufttaxi, Flugauto oder bemannte Drohne“ wird das neue Fortbewegungsmittel Drohne genannt. Der Chef des Unternehmens, Alexander Zosel, hat bereits die Genehmigung für den Jungfernflug bekommen und auch der Flug ist längst durch. Als Pilot fungierte Firmenchef Zosel dabei höchst persönlich. Ebenso heißt es:

„Zosels Volocopter ist eine Mischung aus Hubschrauber und Drohne. Mit 18 kleinen Rotoren, die an einer ringförmigen Konstruktion über der Kabine mit den zwei Sitzplätzen surren. Eine vollständig elektrisch betriebene Taxidrohne, die keine Start- oder Landebahn braucht. Sie fliegt ohne Lärm, ohne Emissionen – und bald auch ohne Pilot“. 

Als Drohnen-Pilot musste Zosel mittels eines Steuerknüppels – einer Art Joystick – lenken, wie auch in folgendem Video zu sehen ist. Wie auch bei gewöhnlichen Drohnen ist es mit dem Drohnen-Taxi möglich, senkrecht in die Luft abzuheben.

Der Volocopter erobert Dubai

Nicht lange und die noch bemannte Drohne erhob sich in die Lüfte der größten Stadt der Arabischen Emirate. Laut Ngin-Mobility soll Dubai der Vorreiter aller Städte sein und ab 2030 mindestens 25% aller Personenreisen mithilfe autonomer und teils fliegender Verkehrsmittel abwickeln. Der Fokus dabei liegt auf öffentlichem Nahverkehr. Es heißt zudem, dass die ersten Prototypen in Dubai um die 30 Minuten in der Luft bleiben und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50km/h erreichen, ehe sie wieder Boden unter den Drohnen-Füßen erreichen.

Die Konkurrenz schläft nicht

In China befindet sich ein weiterer Mann, der die Welt revolutionieren will. Sein Name ist Hu Huazhi, er ist Leiter der Firma Ehang, die sich auf die Entwicklung und Perfektionierung des Ehang 184 spezialisiert. Der Ehang 184 ist ein weiteres, fliegendes Beförderungsmittel. In der Zeit wird der Ehang 184 als eiförmiges Vehikel mit acht Propellern beschrieben, das vollautomatisch und ferngesteuert Menschen von A nach B bringen soll. Die Lebensqualität soll damit massiv gesteigert werden und Autos sollen der Vergangenheit angehören.

Weiters heißt es, dass im Silicon Valley VTOLs – Vertical Take-off and Landing – als erstes eingesetzt werden sollen. Dort gäbe es ausreichend Platz um Start- und Landeplätze zu bauen, die Menschen verdienen ausreichend, um sich solche teuren Vehikel leisten zu können und der Weg zur Arbeit beträgt bei vielen über 90 Minuten. Der Weg zur Arbeit per Taxi-Drohne wäre dort durchaus machbar und würde den Einwohner das Leben massiv erleichtern.

Ab ins Büro – auch mit dem Lilium-Jet möglich?

Aber was ist dieser Lilium-Jet genau? Ist er ähnlichem dem Volocopter? In einem Interview mit Ngin-Mobility wurden einige dieser Fragen von Gründer Daniel Wiegand beantwortet. Das Drohnen-Taxi Start-Up soll stolze 90 Millionen Dollar zur Umsetzung ihres Plans erhalten haben. Weiters soll der Lilium-Jet-Prototyp fünf Sitze haben und in ähnlicher Gestalt wie das eines Autos durch die Lüfte düsen. Neben all den technischen Voraussetzungen muss natürlich auch eine entsprechende Erlaubnis der betreffenden, städtischen Lufträume eingeholt werden. Zu so einer Befugnis kam es allerdings noch nicht. Auch eine Zusammenarbeit mit Lieferdrohnen ist unumgänglich, schließlich darf es vor allem bei einem Drohnen-Taxi mit menschlichen Insassen zu keinen Kollisionen mit anderen Verkehrsmitteln kommen.

Jedoch soll es laut Wiegand, in der obig verlinkten Quelle, noch zehn Jahre dauern, bis autonome Flüge mit dem Lilium-Jet unternommen werden. Bis dahin darf gespannt auf die neuesten, technischen Entwicklungen abgewartet werden. Denn auch Drohnen-Abwehrsysteme dürften in das Interesse der allgemeinen Gesellschaft treten, sofern sich die bisherigen Vorstellungen vom Drohnen-Verkehr in zehn Jahren als wahr herausstellen.

Foto: Volocopter

Studentin in Wien, aus Oberösterreich. Interessiert an allerlei Medien, Fotografie, Geschichte, Ornithologie und guten Frühstücksmöglichkeiten.

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