LANDWIRTSCHAFT UND FORSTWIRTSCHAFT

Mit Drohnen Wildschweine aufspüren

Die Schweinepest ist zu einem zunehmenden Problem geworden, dem nun entgegen gesteuert wird

Mit Drohnen Wildschweine aufspüren ist heute ein leichtes Unterfangen. Eine Tierschutz-Drohne kann generell sehr viel für die hiesige Flora und Fauna beitragen.

In manchen Teilen Deutschlands ist die Zahl an Wildschweinen so hoch geworden, dass sich mit dieser die Schweinepest beinahe ungebremst ausbreitet. Nun überlegen einzelne Regionen Nachtsichtgeräte bei der Jagd zuzulassen, um die Schweine besser jagen zu können – hier kommen Drohnen ins Spiel. Dass die unbemannten Fluggeräte in der Jagd-, Land- und Forstwirtschaft einen großen Nutzen haben, dürften bereits die Artikel rund um Drohnen als Retter von RehkitzenDrohnen in der Forstwirtschaft und unbemannte Fluggeräte in der Landwirtschaft untermauert haben. Jedoch hatten die bisherigen Einsatzbereiche von Drohnen ein gemeinsames, primäres Ziel: Die Flora und Fauna zu schützen.

Haben sich die Prioritäten innerhalb der Forstwirtschaft mit der jetzigen Situation verschoben? Ist die Schweinepest nur eine Ausrede, um mehr Schwarzwild zu jagen und das auf eine einfachere Weise?

Warum Drohnen Wildschweine aufspüren

Nachdem die Schweinepest für sämtliche Schweine eine enorme Gefahr darstellt, ist der Einsatz von Drohnen zur Regulierung des Wildbestands nicht unlegitimiert. Von einer Ausrede seitens der Jägerschaft kann also nicht die Rede sein, schließlich muss es zu einer Eindämmung der Schweinepest kommen.

Das alles soll nun mit Drohnen, die mit Nachtsichtgeräten ausgestattet wurden, um die Wildschweine im Dickicht besser ausfindig zu machen, ermöglicht werden. So sollen es die Jäger in der Dunkelheit leichter haben. Speziell unerfahrenere Jäger würden von einer Änderung der Gesetzeslage profitieren, da die Jagd von Schwarzwild keine einfache ist.

Die „erste Berührung“ zwischen Drohnen und Wildschweinen wäre dies allerdings nicht. In Österreich sind Drohnen und Wildschweine bereits vor zwei Jahren in Kontakt gekommen – jedoch waren die Umstände ganz andere.

Tierschutz-Drohne filmt Gatterjagd in Salzburg

2015 wurde in einem Wildschweingehege in der Nähe von Anthering/Oberndorf eine Gatterjagd von einer Drohne gefilmt, wie DER STANDARD berichtet. Dabei kamen etliche Tiere ums Leben. Die Drohne dokumentierte die Geschehnisse zu Ungunsten der Jägerschaft. Der Besitzer des Grundstücks erstattete daraufhin Anzeige gegen Besitzstörung. Wer aber die Tierschutz-Drohne steuerte, ist bis heute unklar. Fest steht, dass einige Anrainer wohl dem Tierschutz wohl gesonnen sind und eine Gatterjagd in einem Wildschweingehege für unangebracht hielten.

Doch nicht nur bei der Jagd von Schwarzwild oder einer Dokumentation dieser, sind Drohnen im Einsatz. Die Erhebung von Wild-Beständen mithilfe von Drohnen könnte in der Zukunft eine weitaus größere Rolle spielen. Denn diese ist effektiv und relativ leicht umsetzbar. Die Überwachung von Populationen wäre somit leichter, das Eingreifen im Falle einer Über-Population ebenso.

Weiters besteht so die Möglichkeit, Gebiete, in denen es öfters zu unerlaubten Jagden kommt, zu überwachen. Möglicherweise würde sich so die Anzahl von Wilderern minimieren. Mit Drohnen Wildschweine aufspüren oder deren Jäger ist eine spannende, neue Möglichkeit. Hier kann die neueste Technik rund um Drohnen in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen erneut punkten.

Studentin in Wien, aus Oberösterreich. Interessiert an allerlei Medien, Fotografie, Geschichte, Ornithologie und guten Frühstücksmöglichkeiten.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

 

Passwort vergessen