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Mit Facebook: Airbus testet Solar-Drohne zur Internetversorgung

Solar-Drohne zur Internetversorgung

Die meisten von uns würden einen Internetzugang zu den menschlichen Grundbedürfnissen zählen. Weltweit haben aber Hunderte Millionen von Menschen keinen Zugang zum World Wide Web. Social Media Gigant Facebook möchte das ändern. Mit Airbus arbeitet man daran, eine Solardrohne zur Internetversorgung zu entwickeln, die in entlegenen Gebieten Afrikas und Südostasiens zum Einsatz kommen soll.

Nachdem erste Tests vor 3 Jahren gescheitert waren, hat man für die Kooperation nun einen neuen Anlauf genommen.

Deutsche Webseite ergattert Dokumente, die Zusammenarbeit andeuten

Die deutsche Webseite Netzpolitik.org berichtet, dass Facebook mit dem Luftfahrtunternehmen Airbus an einer Drohnen-basierten Konnektivität arbeitet.

Die Informationen basieren auf einem Dokument, das von Netzpolitik nach einer Anfrage basierend auf dem Freedom of Information Act erhalten wurde. Die erhaltenen Folien zeigen Pläne für Testflüge von Facebook mit einer Airbus-Zephyr-Drohne mit einer Nutzlast, die für November und Dezember 2018 in Australien angesetzt waren.

Drohnen zur Internetversorgung für entlegene Gebiete, Smart Cities und nach Naturkatastrophen

Die beiden Unternehmen hatten sich zuvor im April 2018 mit den europäischen Regulierungsbehörden getroffen, um über die Bereitstellung von Konnektivität mit Zephyr-Drohnen zu diskutieren.

Ein Beamter der Europäischen Kommission bemerkte in einer E-Mail, dass es in einem Ansatz für intelligente Städte eingesetzt werden könnte. Auch in den USA setzt der Mobilfunkanbieter Verizon auf eine vorübergehende Kommunikationsversorgung per Drohne, falls andere Infrastruktur durch Naturkatastrophen wie Hurricanes zerstört wurde.

Airbus Zephyr als „Pseudosatellit“ und Internet-Drohne

Der Zephyr ist ein hochgelegener Pseudosatellit, der seine Batterien über Solarmodule auflädt und wochenlang in Betrieb bleiben kann. Facebook und Airbus testen angeblich das Modell S mit einer Spannweite von 25 Metern.

techCrunch berichtet, dass es in einer Höhe von 20 Kilometern fliegt und über Millimeterwellenradio an den Boden sendet.

Ähnelt vorangehenden Versuchen mit Internet-Drohne Facebook Aquila

Das Projekt ähnelt dem Aquila-Drohnenprogramm von Facebook, das darauf abzielte, Internetverbindungen zu entfernten Teilen der Welt herzustellen.

Es wurde 2018 nach Jahren der Entwicklung eingestellt, obwohl klar ist, dass Airbus und Facebook sich mit der Australian Civil Aviation Safety Authority getroffen haben, um die Testflüge zu besprechen.

Es ist unklar, ob sie tatsächlich stattgefunden haben. Ein Facebook-Sprecher sagte der netzpolitik.org-Plattform, dass „Wir arbeiten weiterhin mit Partnern an der Konnektivität des High Altitude Platform System (HAPS). Aktuell haben wir hierzu allerdings keine weiteren Informationen.“

Vision: Internetversorgung für entlegenste Gebiete in Entwicklungsländern

Sowohl mit dem mittlerweile eingestellten „Aquila“ und dem aktuellen Forschungsprojekt verfolgt Facebook eine klare Vision. Man möchte auch Menschen, die in Entwicklungsländern in abgelegenen Regionen leben, einen Zugang zum Internet ermöglichen.

Das ist natürlich nicht uneigennützig: indem Facebook beim Aufbau solcher Infrastruktur mitmischt, sichert man sich natürlich auch Einfluss auf die Nutzung dieser Internetzugänge. Und Facebook finanziert sich ja letztendlich über die Monetarisierung von Nutzerdaten im Rahmen des Facebook-Werbenetzwerks.

Internet-Giganten im Drohnen-Business

Auffällig ist, wie aktiv die großen Internet-Giganten an der Entwicklung der Drohnen-Zukunft mitmischen und mit großen Summen investieren. Dies betrifft neben Social Media-Gigant Facebook auch den E-Commerce-Riesen Amazon. Auch Google hat 2017 bereits einen Ansatz zur Verhinderung von Drohnen-Kollisionen verfolgt.

Amazon engagiert sich verständlicherweise vor allem um alle mit dem Thema Drohnen-Lieferungen und Zustell-Drohnen relevanten Aspekte, wie etwa ein automatisches Verkehrskontrollsystem für Drohnen mit autonomer Steuerung.

Christian Brandstötter MMSc ist freiberuflicher Autor und Blogger aus Niederösterreich. Wenn er nicht über spannende neue Anwendungsfälle von Drohnen berichtet, schreibt er über Blockchain-Technologie, digitale Vermögenswerte und innovative Software.

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