SCHUTZ UND SICHERHEIT

UN-Konferenz: „Killer-Roboter“ sollen verboten werden

Killer-Roboter Drohnen

Der Einsatz von Drohnen zu militärischen Zwecken ist nicht unumstritten. Amnesty International tituliert intelligente Drohnen, die sich ihr Ziel automatisch aussuchen können, als „Killer-Roboter“.

Bei einer UNO-Konferenz fordert die Organisation nun ein Totalverbot solcher autonomer Waffensysteme.

Intelligente Drohnen wählen Ziele selbst aus

Intelligente Drohnen, die vollkommen autonom fliegen und Raketen auf selbst ausgesuchte Ziele abfeuern. Was beunruhigend klingen mag, ist technisch möglich und bereits Realität.

Während etwa die USA oder Russland menschlich gesteuerte Drohnen seit Jahren in Syrien oder Afghanistan zum Einsatz bringen, können moderne Drohnen auch ohne menschliches Zutun als Waffen agieren.

UNO-Konferenz zu “tödlichen autonomen Waffen“

Diese technischen Fortschritte sind auch für die UNO Anlass, über den Einsatz solcher Waffen zu debattieren. Bei einer UNO-Konferenz in Genf wird über den Einsatz von solchen Waffen wie Robotern, autonomen Drohnen oder unbemannten U-Booten diskutiert.

Charakteristisch ist, dass sie im Kampfeinsatz Ziele autonom bestimmen und angreifen können. Darum werden sie auch als „Killer-Roboter“ bezeichnet.

Amnesty International für Totalverbot der „Killer-Roboter“

Die Organisation Amnesty International kritisiert, dass der technische Fortschritt schon längst nicht mehr vom bestehenden Völkerrecht abgedeckt würde. Mitarbeiterin Rasha Abdul Rahim appelliert daher an die teilnehmenden Länder, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Es sei noch möglich, einen Kurswechsel einzuläuten, indem man ein Verbot solcher vollautomatischer Waffen beschließe. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Verbotes ist allerdings sehr gering.

Große Länder gegen Verbot

Wie der Spiegel berichtet, nehmen 75 Länder an den Verhandlungen teil, darunter auch Österreich und Deutschland. Tatsächlich haben sich bereits zahlreiche Staaten für ein Verbot ausgesprochen. Unter 26 Befürwortern eines Verbots befinden sich etwa Österreich, Brasilien und Ägypten.

Die wichtigsten, großen Mitgliedsstaaten sehen dies allerdings anders. Staaten wie die USA, Russland, Großbritannien, Israel und Südkorea, welche allesamt an der Entwicklung solcher Waffensysteme arbeiten, lehnen ein Verbot ab.

Intelligente Drohnen als Killer-Roboter

Zwar bieten sich viele friedliche Einsatzbereiche für Drohnen, wie etwa Artenschutz oder Rettungseinsätze. Allerdings stellt die militärische Nutzung von Drohnen einen der wohl größten Anwendungsbereiche dar.

Insbesondere die US-Armee ist für den Einsatz von Drohnen zur gezielten Tötung von Terroristen bekannt. Ob der Einsatz durch manuelle Steuerung oder per „Killer-Roboter“ durchgeführt wird – sie sind moralisch und ethisch äußerst bedenklich. In der Vergangenheit gab es immer wieder zivile Kollateralschäden.

Darum wird in naher Zukunft wohl noch viel über „Killer-Roboter“ wie intelligente Drohnen debattiert werden müssen.

Christian Brandstötter MMSc ist freiberuflicher Autor und Blogger aus Niederösterreich. Wenn er nicht über spannende neue Anwendungsfälle von Drohnen berichtet, schreibt er über Blockchain-Technologie, digitale Vermögenswerte und innovative Software.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

 

Passwort vergessen