SPORT UND RACING

Wakeboarding per Drohne: Kooperation von Infineon und Red Bull

Wakeboarding per Drohne

Red Bull ist ja für das Sponsoring von actiongeladenen, abenteuerlichen Sportarten bekannt. Nun hat man in Zusammenarbeit mit Chip-Hersteller Infineon allerdings eine bestehende Sportart neu interpretiert. Wakeboarding per Drohne – eine von Infineon entwickelte Drohne macht es möglich.

In einem medienwirksam inszenierten Versuch zieht sie den Wakesurfer Brian Grubb über einen slowenischen Fluss.

Infineon-Drohne zieht Wakeboarder durch slowenisches Bachbett

Ende November publizierte Red Bull das knapp 5-minütige Video auf seinem YouTube-Channel. Darin wird Wakesurfer-Legende und Red Bull-Athlet Brian Rubb gezeigt, der sich im slowenischen Bohinj-Tal von einer großen Drohne ziehen lässt und einzelne Sprünge und Manöver macht.

Außerdem wird der Drohnenpilot David Zander vom Infineons Emerging Applications Lab interviewt. David und ein zweiter Kollege sind als Drohnenpiloten für die Steuerung und das Manövrieren der von Infineon entwickelten Drohne zuständig. In Rücksprache mit Brian hat man die einzelnen Flugmanöver besprochen, damit Brian bestmöglich das Potenzial der Drohne ausloten kann.

Infineon will Nachwuchstalente gewinnen

Wie kommt es zu der Kooperation? Red Bull möchte mit dem spektakulären und innovativen Einsatz der Drohne natürlich sein Image als Sponsor von abenteuerlichen Sportarten stärken – und somit den Absatz seiner koffeinhaltigen Getränke fördern.

Für Infineon geht es hingegen gleich um zwei Ziele. Zum einen sollen Studenten und Technikbegeisterte angesprochen und für das Unternehmen begeistert werden. Zum anderen möchte man auch für mehr Bekanntheit als Zulieferer im Drohnenmarkt sorgen, den man als Zukunftsmarkt erkannt hat.

Entwickelt in Infineons eigenem Innovations Lab

Infineon hat die Drohne in mehrmonatiger Entwicklungszeit in seinem eigenen Innovations Lab konzipiert. Im sogenannten Emerging Applications Lab arbeiten Studenten unter der Anweisung und Mentoring von erfahrenen Infineon-Mitarbeitern an der Entwicklung innovativer Einsatzmöglichkeiten für Infineons Chips.

Die erste Entwicklung wurde nun mit dem Getränkehersteller und Lifestyle-Brand Red Bull gelungen vorgestellt. Die Kooperation begann, als Red Bull an Infineon herantrat mit dem Wunsch, eine entsprechende Drohne für Wakesurfing in offenen Gewässern zu entwickeln.

Infineon hat sich des Anwendungsfalls angenommen – und erkannt, dass man mit einer gelungenen Kooperation auch für mehr Bekanntheit und Aufmerksamkeit bei relevanten Studenten sorgen kann. Denn Infineon leidet – wie die meisten Technikbetriebe – unter Mangel an Facharbeitern und zukünftigen, hochqualifizierten Arbeitskräften.

Die Rechnung dürfte aufgehen. Denn bereits innerhalb der ersten Woche hat das Video knapp 50.000 Aufrufe erhalten. Ein Vielfaches dessen, was sonstige Infineons Videos im selben Zeitraum an Zusehern bekommt.

Drohnen als milliardenschwerer Zukunftsmarkt

Hinter all diesen Maßnahmen steckt natürlich ein wirtschaftliches Kalkül. Infineon als größter deutschsprachiger Chiphersteller möchte ein Stück vom milliardenschweren, rasant wachsenden Drohnenmarkt haben.

Wie Andreas Urschitz, zuständiger Spartenchef bei Infineon, im Interview mit dem Handelsblatt anmerkt, ist das Marktvolumen aktuell noch recht überschaubar. Man rechnet aber fix mit der Entwicklung von Flugtaxis schon innerhalb der nächsten Jahre, wodurch sich Drohnen für Infineon zu einem milliardenschweren Zukunftsmarkt herausstellen würden. Dafür möchte man rechtzeitig gerüstet sein.

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